17.08.2010
Sag mir, wo die Lichter sind!Während 20, ja sogar mehr als 40 Jahren leuchteten sie hell und nachhaltig an der Oberstufe in Rheinfelden: zuerst vor allem mit jugendlichem Elan, dann mit immer mehr Erfahrung - stets aber mit einer gehörigen Portion Verständnis für junge Menschen und Begeisterung für den zu vermittelnden Stoff. Es fällt schwer, sich die KUF ohne ihr grosses Engagement vorzustellen, und dennoch gönnten ihnen alle an der Schulschlussfeier im Juli den Rückzug in den verdienten (Un)Ruhestand.
Elsbeth Freuler wirkte während 20 Jahren als Klassenlehrerin an der Bezirksschule, wo sie mit viel Herzblut Französisch, Geschichte und Italienisch unterrichtete und den unterdessen jährlich stattfindenden Austausch mit einer Schule in Holland aufzog. Die Schülerinnen und Schüler profitierten von ihrer zielstrebigen, aber stets wohlwollenden Unterrichtsführung, die Kolleginnen und Kollegen neben allem, was sie fürs Gesamtwohl der Schule leistete, auch vom guten Kaffee, für den sie verantwortlich zeichnete.
Rita Scheidegger begann ihre Lehrtätigkeit in Rheinfelden 1989 an der Kleinklasse Oberstufe. Später wechselte sie als Klassenlehrerin an die Realschule. Neben dem kompetenten Vermitteln des Unterrichtsstoffs und dem guten Kontakt zu den Eltern legte sie viel Gewicht auf Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und gute Umgangsformen. Damit gelang es ihr, den Schülerinnen und Schülern wichtige Werte auf ihren Lebensweg mitzugeben. Für ihr Kollegium war sie stets bereit, zusätzliche Arbeiten zu übernehmen, was dem gesamten Schulkreis zugute kam.
Ruedi Hofer galt 39 Jahre lang als der Chemieprofessor an der Bezirkschule. Neben diesem Fach unterrichtete er auch Mathematik, Geographie, Informatik und Tastaturschreiben. Daneben besetzte er während vielen Jahren mit grosser Souveränität eines der heikelsten Ämter an einer Schule, das des Stundenplanlegers nämlich.
Edi Steiner trat 1971 als wilder 68-er Lehrer mit lockigem Haar als Klassenlehrer in die Bezirksschule ein. Immer mit viel Kreativität, Empathie und Humor brachte er den Schülerinnen und Schülern Englisch, Geschichte und Deutsch bei. Daneben eignete er sich profunde Kenntnisse in der Informatik an und betreute die Computer der Schule professionell. In dieser Funktion bleibt er der KUF zum Glück noch eine Weile erhalten.
Ja, seit dem ersten Schultag nach den Sommerferien leuchten diese vier Lichter tatsächlich nicht mehr an der KUF. Natürlich werden neue Kräfte in ihre Fussspuren treten. Die Kolleginnen und Kollegen sowie die Mitglieder der Schulleitung und der Schulpflege sind sich aber bewusst, wie viel Erfahrung und menschliche Wärme jetzt fehlen. Sie bedanken sich bei ihnen ganz herzlich für ihr helles Wirken und wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute.
Peter Koller
Präsident KSP


