11.02.2010
Das Theater Tempus fugit beim Besuch im LiebrütischulhausAm Nachmittag des 11. Februar 2010 hatten drei Klassen der Oberstufe Kaiseraugst das Glück, am Projekt „Nur Mut“ des Theater Tempus fugit teilnehmen zu können.
Die Schüler und Schülerinnen der Sek 4, der Sek 3, des BWJ und R4 sahen zuerst bei einem Theaterstück zu, das Jugendliche einer Abschlussklasse zeigt, wie sie mit ihren alltäglichen Problemen umgehen. Da gibt es z.B. Martin, der von allen ausgegrenzt und gemobbt wird. Es gibt Thorsten, der cool und selbstverliebt seine Klasse gegen Martin aufhetzt. Es gibt Louise, die gerne Ärztin werden möchte und Fabian, der am liebsten nur abhängt und aus seiner Schnupperlehre fliegt. Das Theaterstück hat die Schüler und Schülerinnen von Anfang an gepackt. Es gab viel zu lachen, aber auch ganz ruhige Momente, in denen kein Pieps zu vernehmen war.
Die Szenen behandeln Themen, die aus dem Alltag der Schüler und Schülerinnen entnommen sind. Es geht um Zukunftsperspektiven, Gruppendruck, Berufswahl, Ausgrenzung, Wünsche und Angst und natürlich um die Liebe. Der zweite Teil, der direkt an die Aufführung anschloss, bezog das Publikum mit ein. Wie könnte Mona geholfen werden, die keine Lehre machen will, da sie bei ihrem Freund in der Bäckerei arbeitet? Wer würde Martin gegen seine Feinde unterstützen? Und wie soll vorgegangen werden? Die Antworten wurden von den Zuschauern und Zuschauerinnen eingeholt und ehe sie sich umsehen konnten, standen sie bereits auf der Bühne, als neuer Martin oder als Mitschüler und Mitschülerinnen um direkt in den Szenen mitzuspielen. Manche Situationen wurden somit neu beleuchtet und nahmen dadurch ein anderes Ende.
Viele Schüler und Schülerinnen waren natürlich überrascht, selbst zu agieren, zeigten aber viel Mut und Engagement. Neue Sichtweisen kennen zu lernen und Szenen auf der Bühne zu erproben, verlangte viel von den ca. 50 Teilnehmenden, doch war es ein sehr gelungener und erfolgreicher Nachmittag, der den Jugendlichen hoffentlich für ihre eigenen Pläne Mut machte.
Rückmeldungen von Schülern und Schülerinnen der Sek 4:
„Das Theater war superlustig, sie haben es so gut gespielt. Vor allem war es gut, dass sie es wahrheitsgetreu gespielt haben, also sie haben das gespielt, was bei uns auch im Alltag geschieht.“
„Es hat mir gefallen, dass es so realistisch rüberkam. Vor allem bei der Opfer-Szene. Ich fand es schade, dass die Schüler so wenig sagten oder nur ganz leise.“
„Es war toll und ich fand es gut, dass wir selber mitreden durften und auch mitmachen.“
„Es war sehr unterhaltend und lustig. Besonders gut fand ich, dass wir mitspielen konnten und die verschiedenen Szenen entsprechend verändern konnten.“
„Ich fand den Nachmittag wirklich gelungen. Ich hätte nicht gedacht, dass es so toll wird. Einfach cool.“
Sara Grochla


