01.07.2010
Die Stars gehen – die Fans bleibenIn Magden haben acht junge Herren und vierzehn Damen die obligatorische Schulzeit erfüllt und diesen Schritt in einer würdigen Abschlussfeier mit Eltern, Lehrerschaft und Kollegen begangen. Alle von ihnen wissen, wie es nach den Ferien weiter geht.
Einleitend zur Schlussfeier der vierten Sekundarklasse meinte Standortleiter Marcel Keller, dass ihr Tag das Ende eines spannenden Lebensabschnittes sei, der ihnen lange in Erinnerung bleiben werde. Er meinte dann, ganz in der Fussballsprache, dass der Schulentlassungstag eine Art Schlusspfiff für die erste Halbzeit in der persönlichen Grundausbildung und zugleich der An-pfiff für den Einstieg in die zweite Halb-zeit bedeute. Marcel Keller wünsche den Jugendlichen, dass sie in der zweiten Halbzeit strenge und gerechte Trainer antreffen, welche die fair erarbeiteten Tore auch wirklich zählen. Er wünscht ihnen auf der nächsten Wegstrecke möglichst keine gelben und roten Karten, dafür eine gehörige Portion Humor, gute und liebe Menschen als Begleiter und Standhaftigkeit bei der Bewältigung anstehender Krisen.
Kreisschulpflegepräsident Peter Koller registriert, dass die vierte Sekundarklasse von Magden ein deutlicher Gegenbeweis zur landläufigen Meinung, dass die heutige Jugend nichts mehr oder zumindest nicht viel leisten wolle. Er vergleicht sie mit Duracel-Hasen, deren Batterien allerdings nicht auswechselbar seien. Sie hätten bis anhin auf die Hilfe der Eltern und Lehrer zäh-len können und dafür gebühre diesen Dank.
In einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm, das sie in der Kurswoche zusammengestellt hatten, zeigten die Austretenden, was sie in Sachen Humor, Fantasie und Power so alles drauf hatten. In erfreulicher Frische präsentierten sie ihre Sketches, kurzen Tänze und Bodenakrobatik auf berechtigt Beifall erhaschendem Niveau und ihre Gesänge. Dia-Vorträge zur Kurswoche und vor allem auch über die gelungene Abschlussreise nach Holland führten den Anwesenden vor Augen, dass lustbetontes Arbeiten, aber auch Reisen – Balsam für das Gemüt sind. Aus einem guten Klassenzusammenhalt heraus ist vermutlich auch der Slogan auf dem die Darbietungen begleitenden Transparent „Die Stars gehen – die Fans bleiben“ entstanden.
Genau die Hälfte der Austretenden beginnt nach den Sommerferien eine Lehre in verschiedensten Bereichen. Die andere Hälfte besucht weiterführende Schulen oder begibt sich auf einen Sprachaufenthalt ins Ausland. Dabei dürfen es durchaus die USA oder Australien sein. Nach der lange ersehnten Zeugnisabgabe genossen die zahlreichen Anwesenden bei anregenden Diskussionen den Ausklang eines manchmal strengen, dafür durchaus auch interessanten Lebensabschnittes. Das eine oder andere sicher auch mit etwas gemischten Gefühlen.
Hans Zemp


