23.01.2012
Ein beliebter Hauswart geht in PensionSeit dem 1. Juli 1987 traf und triff man ihn auf dem Schulareal in Magden. Auf dieses Datum wählte der Gemeinderat Walter Holer als vollamtlichen Abwart oder Hauswart, wie das heute heisst. Auf Ende dieses Monats verlässt er nun die Schule und geht in Pension. Walter „Walti“ Holer ist ausgebildeter Schlosser und Apparatebauer und war auch als Heizungsmonteur und Sanitär tätig, als er in die Schule zurück kehrte und dabei die besten Qualifikationen für seine neue Tätigkeit sein eigen nannte. Damals gehörten das Schulhaus 69, das alte Schulhaus, die Kindergärten, die Turnhalle, also der heutige Gemeindesaal, und die Gemeindekanzlei in seine Verantwortung. Adolf Cararo und sein Vorgänger Max Gysin standen ihm anfänglich bei seiner Tätigkeit zur Seite. In der Ära Walti Holer hat sich in der Schule sehr viel verändert und geändert. Schon sehr schnell kam die Doppelturnhalle als weiteres markantes Gebäude dazu, die Kindergärten erlebten eine neue Zeit, das Schulhaus 1994 wurde bezugsbereit und die Gemeinde erhielt 2007 ebenfalls ein neues Domizil. Walti war sehr froh, dass er auf die zuverlässige Mithilfe von Anita Lützelschwab, sie ist bis heute seine Stellvertreterin, und Therese Grunder zählen durfte. Nun, zum Ende seiner Amtszeit als Hauswart, stehen im Hausdienst neben dem Hauswart fünf Frauen, vier davon im Stundenlohn und eine im Dreiviertelpensum, im Einsatz. Walti Holer hat viele Herausforderungen erlebt Auf seine besonderen Herausforderungen angesprochen meint Walti, dass die viele Bauerei der vergangenen Jahre für ihn schon intensiv war. Die Schule sei mit der starken Bevölkerungszunahme in der Gemeinde ständig gewachsen. Parallel dazu ging der Anstieg der Schülerzahlen und des Lehrkörpers einher, auch derjenige mit Teilzeitjobs. Die Ansprüche und die vielen Wünsche an den Hauswart sind für ihn darum in den letzten Jahren sehr deutlich gewachsen. Täglich sind Bitten und Wünsche an ihn herangetragen worden nach dem Motto „Walti chasch mer no …“. In seiner Zeit als Hauswart erlebte Walti Holer zusätzlich eine enorme Entwicklung in der Technik. Diese stellte doch auch grosse Anforderungen an ihn. Nicht nur die Schule, auch die öffentliche Nutzung verschiedener Räume durch die Vereine lösten mit ihren An-sprüchen und den gewünschten Handreichungen einige zusätzliche Tätigkeiten aus. Wie gut kennt Walti Holer doch die Frage: „Wo ist der Schlüssel?“ Gerne wirkte er ebenso bei Schulsportveranstaltungen mit und stellte seine Dienste und sein Wissen zur Verfügung. Dies ist ihm sicher auch darum leicht gefallen, weil man seine Fähigkeiten in der Fricktaler Sportszene bestens kennt und zu schätzen weiss und wusste. Mit viel Freude am Werk Grosse Freude haben dem scheidenden Hauswart die ganzen Entwicklungen in seinem Tätigkeitsbereich gemacht. Wie stolz sass er doch beispielsweise im letzten Sommer auch auf seiner neuen Wischmaschine!!! Sein Zusammensein mit den Kindern war geprägt von gutem Umgangston und von Freundlichkeit. Dies, auch wenn es nicht immer ganz einfach war. Walti mochte die Kinder. Er pflegte ebenso einen sehr tollen Umgang mit dem Lehrkörper. Und darum schätzten ihn auch alle. Nicht selten hörte man seine singende Stimme schon am frühen Morgen. Dies wirkte auf alle ins Schulhaus tretenden Leute positiv und hob die Stimmung der ihm Zuhörenden. Klar wusste man in solchen Momenten auch klar, wo er sich gerade befand. Herzliche Verabschiedung Die gesamte Schülerschar zusammen mit ihren Lehrkräften verabschiedeten ihren beliebten Abwart im Gemeindesaal auf eindrücklich Weise. Er durfte den Dank und die guten Wünsche in die Zukunft von den Schulleitungen mit Marliese Kindhauser und Marcel Keller – er sehr humoristisch – genauso entgegen nehmen wie den Dank der Schulpflege. Mit kleinen Geschenken und dem „Walti-Song“ nach dem Lied und der Melodie des Schacher Seppeli, gesungen von Primarschülern und der Lehrerschaft, wurde dem so oft singenden vertrauten Mann für alle seine Dienste gedankt. Sichtlich bewegt verabschiedete er sich in seinen neuen Lebensabschnitt, in eine Zeit des weniger fremdstrukturierten Tagesablaufes, in eine Zeit, die ihm Raum für Eigenkreationen lässt. Jassen und Singen werden ihm sicher erhalten bleiben, wie er lachend meint.
Hans Zemp


