10.06.2011
Auf den Strassen, im Wald, im Fitnessstudio oder in der Schule…Egal, wo sich die Schülerinnen und Schüler der RBK in den vergangenen Thementagen aufgehalten haben, ihnen wurde ein Programm der besonderen Art geboten: Raus aus dem Unterrichtsalltag und hinein in ein projektartiges, klassenübergreifendes Arbeiten!
Wie in den vergangenen Jahren wurden von den Lehrpersonen verschiedene Projekte angeboten, aus denen die Schülerinnen und Schüler auswählen konnten. Dabei waren in jedem Projekt unterschiedliche Fähig- und Fertigkeiten gefragt. Die Jugendlichen trafen ihre Wahl nach ihren persönlichen und eigenen Interessen, so dass tolle Arbeitsgruppen entstehen konnten.
„Modelle basteln nach Plänen“ verlangte von jedem einzelnen besondere Genauigkeit. Mit viel Eifer, Phantasie, Geschick und Durchhaltevermögen stellte die eine Gruppe aus Karton, Papier und Leim schwimmfähige Rheinschiffmodelle her und versahen sie anschliessend mit Farbe und Aufbauten.
Die andere Gruppe baute ein Segelflugmodell nach Plan zusammen, was bedeutete, dass exakt und genau gearbeitet werden musste. Die Ergebnisse überraschten in ihrer Qualität, insbesondere auch deshalb, weil nur sehr wenig Zeit zur Verfügung gestanden hat.
„Eigenständigkeit“ wurde von denjenigen Schülern verlangt, die sich entschieden haben, der Chemie im Alltag auf die Spur zu kommen. Aus Produkten, die in jedem Haushalt zu finden sind, können Badekugeln und Badezusätze entstehen. Es wurde beobachtet und erforscht, aus welchen Grundfarben die Farbe „Schwarz“ hergestellt wird. Auch entdeckte man das Geheimnis, weshalb Elmex Gelée die Zähne wirklich schützen kann!
Unter dem Motto „on the road again...” stiessen einige Schülerinnen und Schüler an ihre persönlichen körperlichen Grenzen. Bei strahlendem Sonnenschein wanderten sie von Baden nach Brugg, kühlten sich im Fluss ab und picknickten. Bei guter Stimmung rasteten sie in Brugg in der Badi an der Aare, bevor sie über den Bözberg nach Sennhütten weiter wanderten. Nach fünfstündigem Fussmarsch erholten sie sich bei einem leckeren Nachtessen und gemütlichem Beisammensein am Feuer. Die Übernachtung im Massenlager war für einige Jugendliche eine neue Erfahrung, die mit einem gemeinsamen Frühstück und einer Wanderung nach Frick am zweiten Tag beendet wurde. In der Nacht auf Mittwoch wanderte die Gruppe – leider bei Regen – durch den Geisterwald von Mumpf nach Rheinfelden.
Freude an der Bewegung war im Bereich „fit for fun“ – sowohl für Mädchen als auch für Jungen – gefragt. Gemeinsam oder teilweise nach Geschlechtern getrennt schnupperten die Schülerinnen und Schüler im Fitness-Studio in unterschiedliche Bereiche hinein und stiessen dort ebenfalls teilweise körperlich an ihre Grenzen. An den Nachmittagen konnten die Jungen sich beim Krafttraining, Fussball und anderen Mannschaftssportarten auspowern, während die Mädchen sich dem Tanzen widmeten und sich von einigen Yoga-Elementen berieseln liessen.
Der Rheinfelder Wald rund um den Froschweiher wurde von der Gruppe „Chum mit in Wald“ erforscht. Hier stand der Entdeckergeist im Vordergrund. Mit Bestimmungsbüchern ausgerüstet, machten sich die angehenden Forscher auf die Suche nach Pflanzen und Tieren und ordneten sie den vier Stockwerken des Waldes zu. Zwischen Moosen, Kräutern, Sträuchern und Bäumen entdeckten die Schülerinnen und Schüler einen Fuchs, Rehe, ein Wiesel, verschiedenste Insekten, Frösche, Kröten, Fische und sogar Schlangen.
Ein Hauptthema war die nachhaltige Nutzung des Ökosystems Wald und verschiedene Zertifizierungen wurden kennen gelernt.
Gegen Mittag wurde jeweils ein Feuer entfacht, auf dem Würste gebraten und jeden Tag ein anderes Dessert zubereitet werden konnte, Schoggi-Bananen, Schoggi-Schlangenbrot und Marshmallows haben allen gemundet! Nach den drei Tagen konnte die Gruppe resümieren, dass alle die Zeit im Wald sehr genossen haben.
Unter dem Motto „Staunen – ein Naturerlebnis“ machten sich am Montagmorgen die Teilnehmer dieser Gruppe auf den Weg nach Kaiseraugst, um sich dort,
wo die Ergolz in den Rhein fliesst, begleitet von einem Mitglied der „pro Natura“, auf die Spuren des dort siedelnden Bibers zu begeben. Bei schwülem Wetter verbrachte die Gruppe spannende Stunden im Gehölz und erfuhr dabei alles rund um diese Tierart. Trotz vieler Spuren trafen sie leider nicht persönlich auf ein Exemplar. Der Animator verstand es aber, den Schülerinnen und Schülern den Biber mit viel Anschauungsmaterial (Fell, Schädel, Bilder usw.) näher zu bringen, so, dass alle das Gefühl hatten, der Biber sässe neben ihnen.
Zurück im Klassenzimmer wurden Schautafeln erstellt, worauf alles Erlebte und Erfahrene dokumentiert werden konnte.
Rund um Küche und Rezepte drehte es sich in der Gruppe „Kennst du Ratatouille?“. Spass am Kochen und Ausprobieren wurden hier gross geschrieben. Am Montag wurden 16 verschiedene Gerichte zubereitet. Die Schülerinnen und Schüler gingen motiviert ans Werk und das Ergebnis sah nicht nur toll aus, sondern schmeckte auch sehr gut. Praktischerweise boten die entstandenen Leckereien Znüni und Zvieri für die folgenden Thementage. Am Dienstag wurden die Rezepte mit den während des Kochens geschossenen Fotos auf dem Computer gestaltet und als Endprodukt entstand eine tolle Rezeptsammlung. An der Vernissage am Mittwoch konnten die Schülerinnen und Schüler voller Stolz auf ihre Kochbroschüre anstossen und dabei die letzten selbst gemachten Häppchen geniessen. Als Abschluss und zur grossen Freude aller stand der lustige Film „Ratatouille“ auf dem Programm.
Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrpersonen konnten nach diesen ereignisreichen und lustigen, aber auch anspruchsvollen und anstrengenden drei Tagen zufrieden in das verlängerte Wochenende entlassen werden. Die hergestellten Stellwände, Modelle und zahlreichen Fotos erinnern uns alle noch an diese Tage....
Carmen Jürgens


