Gemeinsamer Anlass mit dem Gewerbeverein Rheinfelden

17.10.2011

Auszubildende treffen Ausbildner und Ausbildnerinnen
Beinahe schon traditionsgemäss nahmen sich Mitglieder des Gewerbevereins Rheinfelden Zeit, um mit Jugendlichen der Abschlussklassen der Realschule, der Sekundarschule, des Berufswahljahres und des Werkjahres ins Gespräch zu kommen.  Bereits zum dritten Mal fand dieser Anlass am Dienstag, 17. Okt. 2011 statt.
Als Einstieg in diese Veranstaltung sprach Herr A. Kaufmann, Wallbach, zu den Jugendlichen. Verpackt in eine Geschichte zeigte er den Jugendlichen auf, was von einem Auszubildenden erwartet wird. Er forderte die Schülerinnen und Schüler auf, sich einmal in eine Person zu versetzen, die eine Lehrstelle zu vergeben hat. Er wollte von ihnen wissen, ob sie bereit wären, einen Jugendlichen zu nehmen, der seine Bewerbungsunterlagen in einem falsch oder unvollständig adressierten Couvert verschickt, während der Schnupperwoche nur geringes Interesse zeigt oder unzuverlässig ist. Mit diesen und anderen Beispielen wollte Herr Kaufmann aufzeigen, dass der erste Eindruck entscheidend ist! Wie stellt sich der Jugendliche vor, spricht er den Vorgesetzten mit dem Namen an, ist er interessiert am Beruf, wirkt er freundlich, ist er sauber gekleidet - dies und anderes mehr ist entscheidend, ob der junge Mensch einen positiven Eindruck hinterlässt. Fällt aber der erste Eindruck negativ aus, braucht es sehr viel, bis ein anderes Bild entstehen kann.
Die Jugendlichen haben bereits von ihren Lehrpersonen und wahrscheinlich auch von ihren Eltern gehört, dass nebst guten schulischen Leistungen auch noch andere Schlüsselqualifikationen notwendig sind, die einem die Türe in die Berufswelt öffnen. Von einem Ausbildner zum Schluss zu hören, dass man dank des heutigen Schweizer Bildungswesens auch mit einem Realschulabschluss Karriere machen kann, wenn der notwendige Einsatz (und wahrscheinlich auch ein bisschen Glück) vorhanden sind, machte Eindruck. Der Applaus zeigte: Die Worte von Herrn Kaufmann kamen an!
Nun hatten die Schülerinnen und Schüler an 11 Thementischen Gelegenheit, mit den Berufsbildnern und Berufsbildnerinnen aus den Bereichen Maler / Gipser (Herr Kaufmann, Wallbach), Autogewerbe (Herr Egli, ASAG Rheinfelden), Sanitär / Spengler (Herr de Bona, Gersbach Rheinfelden), Baugewerbe (Herr Koch, Erne AG), Coiffeuse (Frau Graf, Dignity Rheinfelden), Gartenbau (Herr Zuber, Olsberg), Gesundheitswesen (Frau Bühler, Gesundheitszentrum Fricktal), kaufmännische Berufe (Frau Buser, Feldschlösschen), Elektroinstallateur (Herr Rechsteiner, Rheinfelden), Detailhandel (Herr Bolliger, Rechsteiner) und Restaurationsgewerbe (Frau Frank, Parkresort), ins Gespräch zu kommen. Es entstanden angeregte Dis-kussionen. Die vorbereiteten Fragen wurden kompetent beantwortet. Viel zu rasch ging Zeit vorbei!
Einige Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler:
• Ich finde gut, dass dieser Anlass stattgefunden hat.
• Es hat mir Sicherheit gegeben zu hören, dass nicht nur auf die Noten geschaut wird, sondern in erster Linie die Person zählt.
• Der Herr von der Firma Erne war cool – er hat alles mit viel Freude erzählt und es war super, dass er auch noch kleine Werbegeschenke (Taschenlampe, Gummibärli) stiftete und Info-Material dabei hatte.
• Es wäre toll gewesen, wenn aus einigen Berufen die Lehrmeister von einem Auszubildenden begleitet gewesen wären und man denen hätte Fragen stellen können.

Im Namen der Kreisschule Unteres Fricktal bedanke ich mich herzlich bei Herrn Martini, dem Gewerbeverein Rheinfelden und allen Ausbildnern, die sich Zeit genommen haben für unsere interessierten Jugendlichen, die auf der Suche nach einer Lehrstelle sind. Dank dieser Veranstaltung und der Bereitschaft der Auskunftspersonen konnten unsere Schülerinnen und Schüler aus erster Hand viele kompetente Anre-gungen und Tipps für ihre berufliche Zukunft erhalten.

Karin Küng, Mitglied der Schulleitung KUF

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